17 Filme aus Doku der 1980er, nach Publikumsbewertung sortiert. Das Beste des Jahrzehnts — trägt heute Abend noch. Aktualisiert am 25. September 2026
Stop Making Sense führt mit 8,3 von 10, vor Shoah (8,2). Die Bewertungen reichen von 7 bis 8,3. Alle erschienen zwischen 1982 und 1989.
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Die 1984 von den Talking Heads im Pantage Theatre von Los Angeles gebotene Show gehört zum Besten, was der Rock in jenem Jahr zu bieten hatte. David Byrne steht mit seinem wilden Gesang und seiner höchst eigenen Körpersprache ganz im Mittelpunkt. Er torkelt auf der Bühne herum, als würde er in jedem Augenblick fallen, bewegt seine Beine, als wären sie aus Gummi. Regisseur Jonathan Demme verzichtete auf die üblichen Klischees des Genres und konzentrierte sich darauf, das Publikum zu fesseln. Die Zuschauer sehen nicht einfach einen Film, sie finden sich in einem Rockkonzert wieder, klatschen laut nach jedem Song, tanzen auf den Stühlen und vor der Leinwand herum. Ein echter Höhepunkt der Musikgeschichte.

Claude Lanzmann: „Mein Anliegen war es, einen Film zu drehen, der dieses wichtigste Ereignis der Zeitgeschichte in voller Größe rekonstruiert. Es sollte ein Werk werden, das sowohl die Geschichte dokumentiert als auch über die Geschichte reflektiert und so dem Ereignis gerecht wird. Statt mich auf bestimmte Kapitel oder Episoden der Judenvernichtung in Europa zu beschränken, wollte ich den Genozid insgesamt und in seinen gigantischen Ausmaßen erfassen. Ich wollte seine bis in die Gegenwart wirksamen, bis heute noch nicht voll aufgedeckten und ergründeten Folgen deutlich machen.“ Länge, Personenzahl und Themenvielfalt machen das Werk zum Monumentalfilm. Es wurde kein einziges Archivdokument verwendet, der ganze Film – mit einem Material von 350 Stunden – wurde in der Gegenwart gedreht. Die Recherche hatte dreieinhalb Jahre gedauert und wurde in 14 Ländern durchgeführt.

Spannend und bewegend: das Leben und die Karriere des Bruce Lee! Bruce Lee – geboren 1940 im Jahre des Drachen – auf dem Zenit seines künstlerischen Schaffens im Alter von nur 32 Jahren verstorben, war bereits zu Lebzeiten eine Legende. Auch fast 40 Jahre nach seinem Tod steht eine riesige Fan-Gemeinde hinter ihm. Der vorliegende Film zeigt in vier Kapiteln Leben und Karriere des Schauspielers, Autors, Regisseurs und Produzenten Bruce Lee. Ausschnitte früherer Filme, private Aufnahmen und selten vorgeführte Testaufnahmen zusammen mit Interviews und spektakulären Kampfszenen aus Bruce Lee-Filmen ergeben einen Einblick in sein bewegendes Leben und seinen frühen und mysteriösen Tod. Wer war Bruce Lee, wie kam er zum Film und wie sahen ihn seine Freunde? Antworten hierauf gibt diese außergewöhnliche Dokumentation.

Der Film beginnt mit Aufnahmen von Wandmalereien und einem brennenden Gegenstand, der aber nicht zu erkennen ist. Danach beginnt die Reise von der unberührten Natur in die Hektik der modernen Grossstadt. Durch New York, Los Angeles und San Francisco hasten die Menschen, strömen die Blechlawinen, und darüber türmen sich die Gebäude. Impressionen von zerfallenen Wohnsilos folgen, Gebäude stürzen ein, alles untermalt von der betörenden und minimalistischen Musik von Philip Glass.

Dieser Dokumentarfilm dreht sich um die Apollo-Missionen der USA, also um die große Zeit der US-Amerikanischen, bemannten Raumfahrt. Eine Besonderheit ist, daß lediglich Originalaufnahmen der Astronauten und anderer NASA-Mitarbeiter verwendet wurden, also kein Kommentar benutztr wurde, was dazu führt, daß nicht die Technik oder die Mission sondern vielmehr die Menschen im Mittelpunkt stehen.

"Streetwise" porträtiert das Leben von 9 Straßenkindern in Seattle im Jahre 1984. Die Situation, in der die Kinder überleben, ist unfassbar und abstoßend. Man wundert sich, wie grauenvoll ihr Zuhause wohl gewesen sein muss, dass sie dieses miserable Leben auf der Straße vorziehen. Viel zu jung sind sie einem verwahrlostem Erwachsenen-Leben am Rande der Existenz ausgeliefert. Sie kommen aus kaputten Familien, sind oft Opfer von Scheidung und Gewalt. Sie wissen nicht wohin, haben niemanden, an den sie sich wenden können. Sie leben in einer schäbigen Welt, auf der Suche nach Liebe und Glück - in einem Umfeld, das beides nicht kennt. Diese Dokumentation erzählt aber auch, wie die Gesellschaft mit dem so genannten "Abschaum der Menschheit" umgeht. Und trotz all der unsäglichen Tristesse ist dieser Film witzig, einfühlsam, zärtlich und manchmal sogar aufmunternd. Kenner bezeichnen ihn als die bedeutendste Dokumentation, die je gedreht wurde.

Im November 1976 wird der Polizist Robert W. Wood erschossen. Es gibt zwei Verdächtige: einen vorbestraften 16-jährigen und den 28-jährigen Randall Dale Adams. Letzterer wird des Mordes verurteilt und ins Gefängnis gesperrt. Regisseur Errol Morris konnte durch seine Recherchen herausfinden, dass fünf Zeugen vor Gericht falsch ausgesagt und die Polizei Beweise gefälscht hatte. Adams wurde freigelassen. Ursprünglich sollte sich die Dokumentation um den Psychiater Dr. James Grigson, Beiname Doctor Death, drehen. Fast jedem seiner wegen Mordes Angeklagten attestierte er eine Wahrscheinlichkeit von 100 %, dass dieser wieder töten werde. Nur durch einen Zufall stieß Regisseur Errol Morris auf den Fall Randall Adams.

90 Minuten Dokumentation über die Dreharbeiten zu „Fitzcarraldo“ mit seltenen Aufnahmen von Mick Jagger und Jason Robards aus der ersten Phase der Dreharbeiten, die nicht in „Fitzcarraldo“ enthalten sind.

„Chronos“ ist das preisgekrönte Meisterwerk von Ron Fricke, dem Schöpfer von „Baraka“ und „Koyaanisqatsi“. Gedreht im 70mm-IMAX-Format, ist „Chronos“ eine audiovisuelle Reise durch die Zeit. Komponiert in sieben Akten, entfesselt der Regisseur eine einzigartige Symphonie atemberaubender Bilder und Musik, voller Schönheit, beeindruckender Naturaufnahmen und faszinierender Monumente vergangener Epochen. „Chronos“ ist der erste nonverbale Großformatfilm, der in Zeitrafferaufnahmen gedreht wurde.

1987 – Superstar Prince gibt drei legendäre Konzerte im Sportpaleis Ahoy in Rotterdam. Es sind die letzten Shows seiner Europatournee. Aus den Zusammenschnitten dieser Konzerte, kombiniert mit später aufgezeichneten Szenen und Choreographien, entsteht der Konzertfilm. In den Hauptrollen: Prince, die Tänzerin Cat und der Tänzer Wally Safford.

Aus Werbe- und Propagandafilmen der 40er und 50er Jahre zusammengestellter Dokumentarfilm zur Informationspolitik der amerikanischen Militärbehörden über die Zerstörungskraft von Atomwaffen, dessen Bildmaterial die damaligen Stellungnahmen als verantwortungslos entlarvt. Keine reine Dokumentation, sondern durch die Montage als Satire aufbereitet, bezieht der Film seine Wirkung aus der Befürchtung, daß die Bedrohung durch Atomwaffen nach wie vor verharmlost wird.

San Francisco in den 70er Jahren: Rund um die Castro Street entsteht die erste von Schwulen und Lesben geprägte Nachbarschaft der USA. Zum Symbol für das wachsende Selbstbewusstsein der queeren Menschen des Viertels wird der Aktivist Harvey Milk: Als selbsternannter Bürgermeister der Castro Street kämpft er für gleiche Rechte – und wird als erster offen schwuler Mann zum Stadtrat gewählt. Knapp elf Monate später wird Harvey Milk im Rathaus von einem politischen Rivalen erschossen. Doch als Ikone queerer Selbstermächtigung bleibt er unsterblich.

„Powaqqatsi“ lenkt als kontemplativer Bilderbogen den Blick auf die südliche Hemisphäre und ihre kulturelle Vielfalt. Dabei werden Bilder aus Asien, Afrika, dem Mittleren Osten und Lateinamerika „traditionell“ und „globalisiert“ gegenübergestellt.

Die irische Rockband U2 wurde 1976 in Dublin gegründet. Die "Joshua-Tree-Tour" war weltweit ausverkauft. - Der Dokumentarfilm begleitet die Band auf der "Joshua-Tree-Tour" und zeigt Interviews und zahlreiche Live-Aufnahmen. Ihr 1987 erschienenes Album "The Joshua Tree" gilt unter Musikkritikern als das beste Album der Band und als Meilenstein der Musikgeschichte. In Deutschland ist es unter den Top 50 der meistverkauften Alben aller Zeiten. Die zum Album veranstaltete Joshua-Tree-Tour war weltweit ausverkauft. Im Oktober 1988 kam der Dokumentarfilm "Rattle and Hum" in die amerikanischen, im November in die deutschen Kinos. Er begleitet die Bandmitglieder auf der "Joshua-Tree-Tour" und enthält Interviews und zahlreiche Live-Aufnahmen, die während der Tour entstanden sind. Das Album "Rattle and Hum" mit Live-Material der Tour erschien parallel zum Kinofilm.

Die Stadt Flint lebte fast ausschließlich von General Motors. In den 80er Jahren verlagerte deren Vorstandsvorsitzender Roger Smith elf Fabriken von Flint nach Mexico und setzte 30.000 Arbeiter auf die Straße. Trotz aller Versuche, andere Industrien anzusiedeln und durch ein vielfältiges kulturelles Angebot Touristen anzulocken, wurde Flint bald die unattraktivste Stadt der USA mit einer extrem hohen Verbrechensrate. Nur wenige Menschen waren so beschäftigt wie der örtliche Marshall, der die vielen Zwangsräumungen vollstrecken mußte.

Wim Wenders Dokumentarfilm handelt von seiner Reise nach Japan. Angetan von der Arbeit des Regisseurs Yasujiro Ozu, der sich mit seinen Werken als Chronist der verändernden Gesellschaft rühmen kann, werden u.a. auch Werner Herzog, Yuuharu Atsuta und Chishu Ryu interviewt...

Eine Dokumentation über einen der kreativsten Köpfe dieses Jahrhunderts. Erzählt wird von den Anfängen bei den Beatles 1961, über die Trennung 1970, das Kennenlernen von Yoko Ono, seiner späteren Frau, seine Musik, das legendäre Bed-In, die Friedensbewegung allgemein, die Geburt seines Sohnes bis hin zu seinem Tod. Zu sehen weiterhin rare Interviews und Aufnahmen, Fotos und Konzertausschnitte.
Ein gut bewerteter Dokumentarfilm ist nicht zwangsläufig ein gerechter: Das Publikum bewertet vor allem, was es umgeworfen hat, und das Genre belohnt Wendungen mehr als geduldige Recherche. Die Noten gehören zu den höchsten des Katalogs, die Stimmenzahlen zu den niedrigsten — deshalb sinkt hier die Stimmenschwelle, sonst bliebe die Seite leer. Achten Sie auf das Datum: Ein aktueller Dokumentarfilm altert in drei Jahren.
Die 1980er haben die Grammatik des Publikumsfilms hervorgebracht, wie wir sie noch kennen. Es ist auch das Jahrzehnt mit dem größten Abstand zwischen den besten und den schlechtesten Filmen, weil massenhaft produziert wurde und die Budgets sehr ungleich waren. Lesen Sie die Noten hier zusammen mit der Stimmenzahl: Ein gut bewerteter, viel bewerteter Achtzigerfilm hat vierzig Jahre Prüfung hinter sich.
Sie stammen aus dem TMDB-Katalog, gefiltert nach Publikumsbewertung und nach einer Mindestzahl an Stimmen — ohne diesen zweiten Filter läge ein von elf Leuten mit 9 von 10 bewerteter Film vor jedem Klassiker. Kein Platz ist käuflich: Weder Anbieter noch Verleih noch Studio kommt anders in diese Liste als durch gute Bewertungen.
Stop Making Sense (1984), mit 8,3 von 10 bei 393 Publikumsstimmen.
Taro eira zeigt Film für Film, welche Anbieter ihn in Deutschland führen und zu welchem Preis — Abo, Leihe oder Kauf. Die Listen nach Anbieter stehen weiter unten auf dieser Seite.
Sie wird täglich neu berechnet. Bewertungen bewegen sich langsam, Kataloge schnell: Vor allem die Verfügbarkeit lässt Titel kommen und gehen.
Nein. Taro eira ist kostenlos, verlangt weder Konto noch Abo, und die zwei bis drei Fragen funktionieren ohne Installation.
Die Filme stammen aus dem TMDB-Katalog, gefiltert nach Publikumsbewertung und Stimmenzahl und mit der tatsächlichen Verfügbarkeit im Land abgeglichen. Keine bezahlten Platzierungen, keine Partnerschaften. Wie wir die Filme auswählen.
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