24 Filme aus Biopic der 1980er, nach Publikumsbewertung sortiert. Das Beste des Jahrzehnts — trägt heute Abend noch. Aktualisiert am 25. September 2026
Shoah führt mit 8,2 von 10, vor Komm und sieh (8,2). Die Bewertungen reichen von 7,3 bis 8,2. Alle erschienen zwischen 1980 und 1989.
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Claude Lanzmann: „Mein Anliegen war es, einen Film zu drehen, der dieses wichtigste Ereignis der Zeitgeschichte in voller Größe rekonstruiert. Es sollte ein Werk werden, das sowohl die Geschichte dokumentiert als auch über die Geschichte reflektiert und so dem Ereignis gerecht wird. Statt mich auf bestimmte Kapitel oder Episoden der Judenvernichtung in Europa zu beschränken, wollte ich den Genozid insgesamt und in seinen gigantischen Ausmaßen erfassen. Ich wollte seine bis in die Gegenwart wirksamen, bis heute noch nicht voll aufgedeckten und ergründeten Folgen deutlich machen.“ Länge, Personenzahl und Themenvielfalt machen das Werk zum Monumentalfilm. Es wurde kein einziges Archivdokument verwendet, der ganze Film – mit einem Material von 350 Stunden – wurde in der Gegenwart gedreht. Die Recherche hatte dreieinhalb Jahre gedauert und wurde in 14 Ländern durchgeführt.

Weißrußland, 1943. Der 14jährige Fljora schließt sich gegen den Protest seiner Mutter den Partisanen an. Für ihn ist der Krieg noch ein Kinderspiel. Als es in den Kampf geht, darf er nicht mit an die Front. Fljora soll statt dessen mit Alten und Kindern ein Reservelager einrichten. Der Junge fühlt sich alleingelassen. In den Wäldern trifft er auf das Mädchen Glascha, die Geliebte des Partisanenführers. Fljora versucht sie zu trösten, als die Hölle über beide hereinbricht: Sie sind in einen Angriff der deutschen Wehrmacht geraten! Nur knapp können die beiden dem Tod entrinnen. Aber die Schrecken haben noch kein Ende…

Der Kriegsberichterstatter Werner geht 1941 an Bord von U-96, das den Auftrag hat englische Transportschiffe zu versenken. Werner soll der Heimatfront von den Heldentaten des Kapitäns und seiner Mannschaft berichten. Doch schnell wird der Jäger zum Gejagten und der Atlantik entpuppt sich bald als nasskalte Hölle für die Besatzung. Ein Albtraum aus Klaustrophobie und Todesangst beginnt.

Seit seiner Kindheit ist John Merrick furchtbar entstellt. Als "Elefantenmensch" wird er auf Jahrmärkten vorgeführt und von seinem sadistischen "Besitzer" gequält, bis ihn schließlich der Arzt Frederick Treves entdeckt und ihm Hilfe anbietet. John Merrick soll endlich wie ein Mensch leben. David Lynchs zweiter Spielfilm ist ein eindringliches Plädoyer für Menschlichkeit und Würde. Die meisterliche Schwarzweißfotografie von Kameramann Freddie Francis und das bemerkenswerte Spiel von John Hurt und Anthony Hopkins ließen den Film zu einem gefeierten Klassiker werden.

Am Wiener Hof von Kaiser Joseph II. wird man schon früh auf das Wunderkind Mozart aufmerksam. Doch die Begeisterung ist nicht ungeteilt: Dem verhärmten Hofkomponisten Salieri ist das lebensfrohe Genie ein unerträglicher Dorn im Auge. Und während Mozart zur musikalischen Sensation des Jahrhunderts aufsteigt, reift in seinem verbitterten Konkurrenten ein mörderischer Plan.

Nach langen Jahren der Regentschaft beschließt Fürst Hidetora, sich zurückzuziehen. Sein riesiges Reich teilt er unter seinen drei Söhnen auf. Doch schon bald treiben Machtgier und Jähzorn die Brüder in gegenseitige Feindschaft und ein blutiger Krieg bricht aus, der das Reich für immer zu zerbrechen droht...

Ende der 40er Jahre schlägt sich der New Yorker Berufsboxer Jake LaMotta, wegen seiner ungezügelten Energie von Freund wie Feind "Raging Bull" genannt, zum Schwergewichtschampion und Liebling des nach einem weißen Helden gierenden Publikums hoch. Unschöne Machenschaften seines mafiösen Bekanntenkreises und die eigene charakterliche Labilität sorgen dafür, daß der Höhenflug nicht allzu lange andauert, und so schlägt Jake nach seinem letzten Auftritt im Boxring eine Karriere als mäßig erfolgreicher Nachtclub-Komiker ein.

Um dem kleinen Akitawelpen Hachiko ein Leben auf der Straße zu ersparen, nimmt der liebevolle Professor Ueno den kleinen Hund in seine Obhut. Bald schon entwickelt sich zwischen den beiden eine außergewöhnliche Freundschaft. Als ein Schicksalsschlag diese Freundschaft zerstört, wird Hachiko zu einer Legende, zu einem Symbol für Treue und Loyalität, welches auch heute noch in Japan verehrt wird.

Kurz vor der Hinrichtung wird ein Dieb von einem japanischen Clan gerettet. Er soll als Doppelgänger des toten Fürsten die Armee des kriegerischen Clans führen. Obwohl anfangs noch unsicher, genießt er bald seine neue Rolle - es gelingt ihm, Freund und Feind zu täuschen. Gegen den Willen seiner Auftraggeber bestimmt er nun das Schicksal des Fürstenhauses mit. Mit 25.000 Soldaten zieht der Fakeda-Clan in die letzte Schlacht.

Dieser Dokumentarfilm dreht sich um die Apollo-Missionen der USA, also um die große Zeit der US-Amerikanischen, bemannten Raumfahrt. Eine Besonderheit ist, daß lediglich Originalaufnahmen der Astronauten und anderer NASA-Mitarbeiter verwendet wurden, also kein Kommentar benutztr wurde, was dazu führt, daß nicht die Technik oder die Mission sondern vielmehr die Menschen im Mittelpunkt stehen.

Im Chicago der 1930er Jahre macht die Mafia um den Gangsterboss Alfred 'Al' Capone während der Prohibition florierende Umsätze mit illegalem Alkohol. Die korrupte Polizei deckt ihn dabei. Eliot Ness, Beamter des Finanzamts, stellt eine kleine Truppe unbestechlicher Mitstreiter zusammen. Besonders der ausgefuchste Polizist Malone hilft dem unerfahrenen Eliot, Al Capone in einem ausgeklügelten Feldzug hinter Gitter zu bringen.

Anfang des 20. Jahrhunderts: Die junge Celie wird von ihrem Vater vergewaltigt und geschwängert. Ihre Kinder werden verkauft und sie muss den herrischen Witwer Albert, den sie nur "Mister" nennen darf, heiraten und auf dessen Kinder aufpassen. Celies einziger Rückhalt ist ihre Schwester. Als diese von Albert herausgeschmissen wird, verspricht sie Celie, ihr immer Briefe zu schreiben. Die Jahre vergehen, doch nie kommt ein Brief ihrer geliebten Schwester an. Celie ahnt nicht, dass Albert ihr diese schon seit Jahren vorenthält und sie versteckt. Eines Tages tritt die Bluessängerin Shug in ihr Leben. Diese hilft Celie, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, um sich gegen ihren Mann zu wehren.

Japan im Sommer des Jahres 1945: Der zweite Weltkrieg tobt und seit drei Jahren ist nun auch die Weltmacht USA ein Kontrahent Japans im Pazifikkrieg. Der sechsjährige Gen kennt die Welt nur vom Krieg gepeinigt, doch nichtsdestotrotz lebt er mit seiner Familie ein zwar beschwerliches, aber dennoch erfüllendes Leben. Die anti-militärische Einstellung des Vaters bringt jedoch einige Repressalien für die Familie mit sich und Nahrungsknappheit stellt eine große Gefahr für Gens schwangere Mutter dar. So helfen er und sein kleiner Bruder Shinji ihren Eltern bei der Arbeit, um die schwere Zeit zu überstehen. Wie durch ein Wunder blieb ihre Heimat bisher von Bombenangriffen verschont und die Familie blickte hoffnungsvoll in Richtung Zukunft, doch nichts hätte den kleinen Gen auf die Hölle vorbereiten können, die am 6. August 1945 über Hiroshima losbricht …

Monumentalfilm über das Leben des letzten Kaisers der chinesischen Qin-Dynastie. Bertolucci zeichnet das Leben von Pu-Yi nach, der mit nur zwei Jahren zum letzten chinesischen Kaiser gekrönt, mit fünf Jahren entmachtet und später verstoßen wurde. Der Film wurde 1987 mit insgesamt neun Oscars ausgezeichnet.

Nur ein Mann konnte das britische Empire bezwingen und seinem Land die Unabhängigkeit geben. Sein Ziel war die Freiheit, sein Weg die Gewaltlosigkeit und seine Waffe die Menschlichkeit. Richard Attenboroughs Film beschreibt das Leben Gandhis – einer der größten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Gandhi geht 1893 als Rechtsanwalt nach Südafrika, um die dort lebenden Inder gegen die strikten Apartheidsgesetze zu vereinen. Er praktiziert dort zum ersten Mal den passiven, gewaltlosen Widerstand, der später zum Kennzeichen seines Freiheitskampfes gegen die Briten wird. Ab 1915 lebt er dann wieder in Indien und verfolgt nur ein Ziel: Indiens Unabhängigkeit vom britischen Empire. Aber mehr als 30 mühsame Jahre vergehen, bis sein Traum wahr wird und Indien 1947 die Unabhängigkeit erhält.

Eine Zeit voller Aufruhr, eine Welt im Krieg, ein Junge allein. Shanghai, 1941. Der 11-jährige Jim Graham führt mit seinen Eltern ein bequemes, abgeschirmtes Leben im britischen Viertel. Doch die Idylle ist trügerisch. Als die Japaner angreifen, wird Jim in der ausbrechenden Panik von seinen Eltern getrennt und muss nun versuchen, allein zu überleben. Auf seiner Odyssee trifft er auf die Amerikaner Basie und Frank die ihn vor dem Verhungern retten. Doch bald geraten sie in die brutale Gewalt der Japaner und werden in ein Lager gesperrt. Hier lernt Jim, was Krieg ist und wie man ihn überlebt …

Eine argentinische Geschichtslehrerin und Adoptivmutter beginnt zu ahnen, daß ihr Kind das Kind einer während der Militärdiktatur "Verschollenen" sein könnte. Ihre Nachforschungen nach der Wahrheit stellen ihr bisheriges Leben radikal in Frage.

Kurz nachdem Japan 1945 die Kontrolle über Taiwan aufgibt, sind die Brüder Lin mit den Schwierigkeiten der sich verändernden Kultur konfrontiert. Der Barbesitzer Wen-heung, der älteste Bruder, wird von örtlichen Gangstern heimgesucht, Wen-sun verschwindet und Wen-leung, der von seinen Kriegserfahrungen gezeichnet ist, wird in eine Irrenanstalt verbracht. Der taubstumme Fotograf Wen-ching, der jüngste Bruder, beschließt, Stellung zu beziehen und gegen die Regierung der Kuomintang aus China zu kämpfen, die die Macht übernommen hat.

Amerika, zur Zeit des Bürgerkriegs. Robert G. Shaw, ein junger und unerfahrener Harvard-Absolvent, tritt in die Armee ein. Doch die Order läßt Shaw erstarren: Er soll eine Truppe ganz besonderer Art befehligen - ein Regiment, das nur aus Farbigen besteht. Vergleichbares hat es bislang noch nicht gegeben, und so müssen sich Shaw und seine Mannen nicht nur des gut gerüsteten Feindes erwehren, sondern zudem gegen tief verwurzelte Vorurteile und unsinnige Konventionen kämpfen. Ein Bewährungsprobe folgt der anderen.

Der amerikanische Reporter Sydney Schanberg berichtet für die „New York Times“ aus Kambodscha über den Krieg im benachbarten Vietnam. Der einheimische Dolmetscher Dith Pranh ist ihm nicht nur ein unentbehrlicher Helfer, sondern inzwischen auch ein guter Freund geworden. Als sich die Amerikaner 1975 überstürzt zurückziehen und die Roten Khmer die Macht übernehmen, versuchen sie verzweifelt, das Land zu verlassen. Zwar können sie sich aus der Gewalt der Rebellen befreien und in die französische Botschaft flüchten, doch nur Schanberg darf ausreisen. Pran muss zurückbleiben und wird in eines der gefürchteten Reisfeld-KZs verschleppt …

Die Geschichte der US-amerikanischen Raumfahrt erreicht einen ersten Höhepunkt, als der Pilot Chuck Yeager als erster Mensch die Schallgeschwindigkeit durchbricht. Als in der Folge die Sovjets 1957 erfolgreich ihren Sputnik-Satelliten ins All schießen, verdoppelt die US-Raumfahrtbehörde NASA ihre Anstrengungen, um ihrerseits einen bemannten Flug ins Weltall zu starten. Sieben Piloten werden für diesen Auftrag ausgewählt. Obwohl die Anzahl der Fehlversuche und der Grad der Unsicherheit bezüglich der Raketen enorm ist, wagen diese Piloten dennoch den Versuch. Dieser Mut bringt ihnen den Respekt der Öffentlichkeit ein, die ihnen fortan nachsagt aus dem Stoff gemacht zu sein, aus dem Helden sind.

Südamerika, im 18. Jahrhundert: Der Jesuitenpater Gabriel bricht in den Urwald auf, um die dort lebenden Indios zum Christentum zu bekehren. Zusammen mit dem ehemaligen Söldner Rodrigo errichtet er weitab von den Siedlungen der spanischen und portugiesischen Kolonisatoren eine Missionsstation. Tatsächlich gelingt es den Männern, die dort lebenden Guaraní an den christlichen Glauben heranzuführen. Doch dann soll die Mission aus kirchenpolitischen Gründen aufgegeben werden.

1929 schickt Mussolini den General Graziani nach Libyen. Er soll dort die Aufstände der Beduinen niederschlagen. Aber ihr Anführer, der Lehrer Omar Mukhtar, bereitet der italienischen Kolonialmacht eine Menge Kopfzerbrechen. In blutigen Schlachten zwischen den technisch gut ausgerüsteten Italienern und den aufopferungsvoll kämpfenden Einheimischen, finden viele Menschen den Tod. Was Omar Mukhtar mit List versucht, beantwortet Graziani mit brutaler Gewalt. Er läßt Frauen und Kinder töten, errichtet Konzentrationslager und Stacheldrahtzäune. Ohne Gnade führt er seinen Auftrag aus.

Die Handlung ist 1942 in einem japanischen Gefangenenlager auf Java angesiedelt, in dem vor allem britische Soldaten untergebracht sind. Die Japaner blicken mit Verachtung auf die alliierten Soldaten herab, welche die Gefangenschaft ertragen, anstatt Selbstmord zu begehen, wie es die Japaner in ihrer Auffassung von Ehre für richtig halten. Das Lager wird von Hauptmann Yonoi geleitet, der eine strenge Disziplin walten lässt. Leutnant Lawrence, mit Sprache und Denken der Japaner vertraut, versucht zwischen den Kulturen zu vermitteln und verbringt viel Zeit mit dem Aufseher Hara, manchmal auch mit Yonoi. Als dieser nach Batavia beordert wird, um an der Verhandlung gegen den Briten Celliers mitzuwirken, entwickelt er eine starke Faszination für den stoischen, selbstbewussten Angeklagten. Celliers ist mit dem Fallschirm abgesprungen, hat mit wenigen Kameraden einen japanischen Konvoi angegriffen und wird beschuldigt, einheimische Guerilla-Kämpfer anzuführen.
Den Filmbiografien sieht man zu im Wissen, dass sie ein wenig lügen, und das ist gut so: Ein Leben in zwei Stunden zu verdichten erzwingt Auswahl. Was die bestbewerteten auszeichnet, ist nicht die Treue zu den Fakten, sondern die Wahl einer einzigen Frage, auf die das ganze Leben dann die Antwort ist. Es ist auch das Genre, in dem die Hauptrolle am meisten zählt: Eine starke Darstellung ist allein einen ganzen Notenpunkt wert.
Die 1980er haben die Grammatik des Publikumsfilms hervorgebracht, wie wir sie noch kennen. Es ist auch das Jahrzehnt mit dem größten Abstand zwischen den besten und den schlechtesten Filmen, weil massenhaft produziert wurde und die Budgets sehr ungleich waren. Lesen Sie die Noten hier zusammen mit der Stimmenzahl: Ein gut bewerteter, viel bewerteter Achtzigerfilm hat vierzig Jahre Prüfung hinter sich.
Sie stammen aus dem TMDB-Katalog, gefiltert nach Publikumsbewertung und nach einer Mindestzahl an Stimmen — ohne diesen zweiten Filter läge ein von elf Leuten mit 9 von 10 bewerteter Film vor jedem Klassiker. Kein Platz ist käuflich: Weder Anbieter noch Verleih noch Studio kommt anders in diese Liste als durch gute Bewertungen.
Shoah (1985), mit 8,2 von 10 bei 228 Publikumsstimmen.
Taro eira zeigt Film für Film, welche Anbieter ihn in Deutschland führen und zu welchem Preis — Abo, Leihe oder Kauf. Die Listen nach Anbieter stehen weiter unten auf dieser Seite.
Sie wird täglich neu berechnet. Bewertungen bewegen sich langsam, Kataloge schnell: Vor allem die Verfügbarkeit lässt Titel kommen und gehen.
Nein. Taro eira ist kostenlos, verlangt weder Konto noch Abo, und die zwei bis drei Fragen funktionieren ohne Installation.
Die Filme stammen aus dem TMDB-Katalog, gefiltert nach Publikumsbewertung und Stimmenzahl und mit der tatsächlichen Verfügbarkeit im Land abgeglichen. Keine bezahlten Platzierungen, keine Partnerschaften. Wie wir die Filme auswählen.
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Filmdaten und Poster: TMDB. Diese App nutzt die TMDB-API, wird von TMDB aber weder unterstützt noch zertifiziert.