6 Filme aus Western, heute auf Disney+ verfügbar, nach Publikumsbewertung sortiert, vom meistempfohlenen abwärts. Aktualisiert am 25. September 2026
Tombstone führt mit 7,6 von 10, vor The Revenant - Der Rückkehrer (7,5). Die Bewertungen reichen von 6,1 bis 7,6. Der älteste, Davy Crockett, König der Trapper, stammt aus 1955.
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Man schreibt den 26. Oktober 1881. Es ist der Tag, der in dem kleinen Städtchen Tombstone drei Männern das Leben kostet und vier andere Männer zu Helden macht. Wyatt Earp, der Inbegriff der Gerechtigkeit, seine zwei Brüder Virgil und Morgan sowie deren Freund Doc Holliday treffen am O.K. Corral auf die Clanton- und McLaury-Brüder …

In den 1820ern zieht der legendäre Trapper Hugh Glass durch die Weiten der USA, wo er mit einer von Captain Andrew Henry angeführten Expedition dabei ist, den Missouri River zu erforschen. Am Fluss hat er einen unachtsamen Moment – den ein Grizzly ausnutzt, ihn übel zuzurichten. Glass schwebt in Lebensgefahr. Seine Begleiter, unter ihnen der raubeinige John Fitzgerald und der junge Jim Bridger, glauben nicht, dass er den Vorfall überleben wird und als sie dann Ureinwohner in der Nähe ihres Lagers erspähen, fackeln sie nicht lange. Sie nehmen dem Schwerverwundeten Gewehr, Messer und seine weitere Ausrüstung ab und überlassen ihn sich selbst. Aber überraschend überlebt Glass doch – und schwört allen Begleitern Rache, die ihn zurückgelassen haben. Auf der Suche nach ihnen schleppt sich der verletzte Abenteurer durch die eisige Bergwelt …

Im Texas des Jahres 1869 ist das Farmleben ein hartes Geschäft, so daß das Oberhaupt der Familie Coates für drei Monate auf einen Viehtreck gehen muß, um genügend Geld für die Familie zu erarbeiten. Dadurch wird der erst 15jährige Travis plötzlich zum Familienoberhaupt. Während er sich bemüht, die Farm am Laufen zu halten, freundet sich sein kleinerer Bruder Arliss mit einem streunenden großen Hund an, der auf die Farm gewandert kommt und für Durcheinander sorgt. Travis behält den Hund und man ihn Jello, was sich als Vorteil herausstellt, denn als Wachhund eignet er sich hervorragend. Die Familienbindung wird so stark, daß sogar der Besitzer Jellos, der ihn schließlich aufstöbert, den Hund bei den Coates läßt. Eine Horde marodierender Wildscheine wird schließlich zur großen Bewährungsprobe für die Jungen und den Hund und führt zu einigen schwerwiegenden Entscheidungen.

1813 nimmt der ehemalige Jäger und Trapper Davy Crockett als Scout am Krieg gegen die Creek-Indianer teil und wird entlassen, weil er sich mit ihnen anfreundet. Sein Freund George Russell macht ihre gemeinsamen Taten in Groschenheften berühmt. Crockett befreit ein Dorf von Störenfrieden, wird Friedensrichter und Kongressabgeordneter. Wegen indianerfeindlicher Gesetze legt er sein Amt nieder. Er geht nach Texas, verteidigt Fort Alamo. Im letzten Bild schwingt er sein Gewehr gegen die anstürmenden Mexikaner.

Nobody, der junge gerissene Haudegen aus New Mexico, und sein bester Freund Lokomotive, ein Indianer, geben zusammen ein vortreffliches und treffsicheres Ganovengespann ab. Zur Abwechslung haben sie sich vorgenommen, den betrügerischen Fortkommandanten Major Cabot zur Strecke zu bringen, der 300.000 Dollar an Regierungsgeldern unterschlagen haben soll, die eigentlich als Unterhaltsbeihilfe für die Indianer gedacht waren. Damit das nicht auffällt, lässt er mal eben den kompletten Stamm ausrotten, für den das Geld bestimmt war. Aber da hat er die Rechnung ohne Nobody und Lokomotive gemacht.

Der kauzige Indianer Tonto erzählt seine ganz eigene Version der sagenhaften Geschichte des maskierten Lone Rangers: Die berühmten Texas-Ranger sorgen für Recht und Ordnung. Meistens jedenfalls. Als die gefürchtete Cavendish-Gang in einem spektakulären Gewaltakt einen Zug überfällt, um ihren Anführer Butch aus den Händen der Ranger zu befreien, nimmt die Sache ein böses Ende und John Reid bleibt dem Tode geweiht in der Wüste zurück, bis Tonto ihn findet und ihm das Leben rettet. Beide sinnen, wenn auch aus unterschiedlichen Beweggründen, auf Rache - leider so ziemlich ihre einzige Gemeinsamkeit. Allen Gegensätzen zum Trotz tun sie sich aber zusammen und der totgeglaubte John gibt sich mit Hilfe einer dunklen Maske nun als Lone Ranger die Ehre. Ab jetzt wird nur noch nach den eigenen Regeln gespielt und im wildesten aller Western mal so richtig aufgeräumt ...
Der Western ist kein Produktions-, sondern ein Erbschaftsgenre: Das meiste, was gut bewertet ist, ist über vierzig Jahre alt, und das wenige, das heute gedreht wird, spricht mit dieser Vergangenheit, statt sie fortzusetzen. Der Katalog ist daher schmal und die Stimmen wenige, was die gesenkte Schwelle rechtfertigt. Es ist auch eines der seltenen Genres, in denen Originalfassung und Synchronfassung nicht ganz dasselbe erzählen.
Disney+ ist der berechenbarste Katalog des Feldes, und das ist seine Stärke: Was hineinkommt, verschwindet selten wieder. Listen dazu altern deshalb besser als andere. Seine Tiefe ist bei Animation und Familie echt, sonst deutlich dünner — eine Seite «Thriller auf Disney+» wird immer kürzer sein als eine Seite «Animation auf Disney+», und das entscheidet der Katalog, nicht die Auswahl.
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